Die ersten Tage auf See

16.08.2009 - 19.08.2009

Langsam arbeiten wir uns nach Süden vor. Gleich der erste Tag fing mit Aufkreuzen, hart am Wind gegen 5 - 6 Beaufort, steile Wellen und Seekrankheit an, ging am nächsten Tag über in Aufkreuzen gegen nachlassenden Wind, Welle und Seekrankheit, und wurde dann fortgesetzt durch zwei Tage Motorfahrt ohne Wind, Welle und Seekrankheit.

Dazwischen legten wir in Scheveningen (nach kurzem Aussetzen des Kühlwasserstroms aus dem Auspuff mitten in der Einfahrt, was ein blitzartiges Wiedersetzen der Segel und durchchecken des Kühlkreislaufs bei schwankendem Schiff nach sich zog) an, ankerten herrlich ruhig gegenüber der Entwässerungsanlage von Stellendamm, durchfuhren den Industriehafen von Zeebrügge, damit Sonja in einer der hässlichsten uns bekannten Marinas Manövertraining absolvieren konnte, und schauten uns heute schließlich Oostende an, wo wir auf der Barkentine "Merkator" erfuhren, dass Pater Damian ("Onze grootste held!") am 11. Oktober 2009 heilig gesprochen wird.

Allmählich gewöhnen wir uns an das Leben unterwegs, ohne tägliche Besuche beim Baumarkt, ohne tägliches Duschen (Waschlappen reichen auch eine Weile). Morgen geht es weiter nach Südwesten, weiter Richtung Ärmelkanal.

Kategorie: Reise | Tags: Niederlande

Seidlrally: Niederlande

Land: Niederlande
Ort/Lokal: Molimentum, vor Anker nördlich vor Stellendamm
Marke: Grolsch Premium Pilsner
Kommentar: Gutes Allroundbier, fein herb, nicht zu süß

Kategorie: Seidlrally | Tags: Niederlande

Was bisher geschah

14.07.2009 - 16.08.2009

Ein arbeitsreiches Monat liegt hinter uns, kaum ein Handwerksberuf, den wir nicht ausgeübt haben:

  • Installateur - siehe vorherige Klo-Eilmeldung, Pumpen zerlegen und putzen, Dichtungen tauschen
  • Elektriker - zahlreiche Kabel quer durchs Schiff verlegen, Solarpanele inklusive Ladereglern installieren, Innenbeleuchtung und Masttoplaterne durch LED-Lampen ersetzen
  • Schlosser - Halterung fürs Solarpanel bauen und montieren (Danke noch mal an Johannes)
  • Tischler - Großteil des Holzes im Außenbereich vom altersschwachen Lack befreien, schleifen und ölen, Notebookhalterung bauen
  • KFZ-Mechaniker - Motorservice
  • Maler, Schneider, Frisör, Koch, ...

Kurz waren wir noch mal in Wien, um die letzten Angelegenheiten zu klären, wie etwa den Autoverkauf und die Diesmal-Wirklich-Allerallerletzten-Abschiedsbiere zu trinken, und zwei Tage haben wir uns von der Arbeit freigenommen, einmal, um am Sommertag Hollands des Jahres 2009 am Strand von IJmuiden baden zu gehen, und ein mal, um an einem gewönlichen Regentag Amsterdam zu besichtigen (Hortus Botanicus, Blumenmarkt, Albert Cuyp Markt, grölende, zu Schlägereien laufende und blutende Fußballfans, Polizeisperren mit Pferden, ...).

Da uns nun nicht mehr all zu viel einfällt, was wir jetzt noch am Schiff verbessern könnten, werden wir uns heute auf den Weg nach Süden machen.

Kategorie: Reise | Tags: Niederlande

Frühjahrsputz

07.04.2009 - 07.04.2009

Sind gestern nach zwölfstündiger Nachtfahrt (mit dem Auto, nicht mit dem Boot) wieder in den Niederlanden eingetroffen. Molimentum geht es besser als befürchtet: es hat nicht hineingeregnet, der Windgenerator steht dank provisorischer Hilfsverstagung noch und hat die Batterien am Leben gehalten. Ob es für den Motorstart reicht werden wir aber erst nächste Woche merken, wenn wir hoffentlich alle noch vor dem Zuwasserlassen notwendigen Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt haben werden, u.a. Seeventile zerlegen und fetten, Motorservice beenden (im Herbst fehlten noch ein paar Ersatzteile), Opferanoden tauschen und Mast wieder zusammensetzen.

Jetzt heißt es aber erst mal einige Tage lang lackieren, nachdem der Rumpf gerade eben sandgestrahlt wird. Hoffentlich wird das Wetter noch ein wenig besser als jetzt: 13°, bewölkt, leichter Wind, Nieselregen.

Kategorie: Reise | Tags: Niederlande

Hoch und trocken

13.09.2008 - 26.09.2008

Hoch und trocken

Bis Hamburg haben wir es doch nicht geschafft: Immer nur Wind aus der falschen Richtung, also Aufkreuzen. Was einen guten Teil der Zeit bei dem starken Strom im Ärmelkanal bedeutet, dass man nur noch versucht, keinen Raum zu verlieren: Eine Stunde fahren, Wende, eine Stunde fahren - schon ist man wieder genau dort, wo man zwei Stunden zuvor war. Und nachdem nach der ersten Nacht fast die komplette Mannschaft seekrank war legten wir in der darauffolgenden eine Pause in Sovereign Harbour, Eastbourne, UK, ein, was uns wieder zahlreiche Stunden kostete.

Als wir merkten, dass es viel langsamer als geplant voran ging, dann auch noch das Klo kaputt ging (die Pumpe pumpt nicht mehr und beim Abfluss-Seeventil tropft es herein) und ein Teil der Crew bald wieder Arbeiten gehen musste beschlossen wir auf Plan B zurückzugreifen, nach Holland zu fahren, und in der Marina Seaport, Ijmuiden, NL anzulegen, in der Hoffnung, dass sie einen Liegeplatz für den Winter für uns haben würden. Den sie auch hatten.

Leine in der Schraube

Beim Rausheben dann die Überraschung: Jetzt wissen wir, wo der abgerissene Teil der Genua-Reffleine nach dem lauten Knall vor dem Einlaufen in Eastbourne hingekommen ist - in den Propeller.

Das heißt die Strecke von Eastbourne bis Ijmuiden (das waren 131 Meilen unter Motor und ein paar Hafenmanöver) haben wir mit Leine in der Schraube geschafft.

Jetzt liegt Molimentum an Land, wartet auf die notwendigen Reparaturen, auf das Neulackieren des Unterwasserschiff, und auf den nächsten Frühling, wenn es wieder ab ins Wasser geht.

Kategorie: Reise | Tags: England Niederlande
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Letzte Position

Whangarei Marina / Whangarei / New Zealand
31.01.2012 00:00:00
35°43,4'S 174°19,5'E

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