Flottillensegeln

05.11.2009 - 07.11.2009

Auch wir verewigen uns.

Nach einer lohnenswerten, aber leider zu kurzen Busrundfahrt quer über die Insel half uns ein Stegnachbar mit Material und Know How Erste Hilfe an unserem Großsegel zu leisten. Ruben, gelernter Segelmacher, ist mit seiner SY Lida einhand auf einer Nordatlantikrounde unterwegs. Auch er Deutscher, wie gut die Hälfte aller am Steg liegenden Boote.

Anschließend verewigten wir uns noch auf der Hafenmauer, was hier wie auch in ein paar anderen von Langfahrtseglern frequentierten Häfen Tradition hat.

Eins der Hauptgesprächsthemen im Hafen war, wo man denn nun auf der nächsten Insel, Madeira, hinfahren soll. Der Hafen in Funchal, der Hauptstadt, ist überfüllt, Telefonate mit Vorausgefahrenen bestätigten dies, und der Ankerplatz davor ist alles andere als empfehlenswert. Quinta do Lorde wiederum, 12 Meilen nordöstlich von Funchal gelegen, hat keine nennenswerte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, liegt dafür neben einem Naturschutzgebiet mit attraktiven Wandermöglichkeiten.

Molimentum.

Wir entschlossen uns schließlich, ebenso wie Ruben / SY Lida, Thomas / SY Frigga (einhand nach Neuseeland unterwegs), einmal Quinta do Lorde anzulaufen und dann weiter zu sehen. Ein schöner Tagesschlag von 30 Seemeilen bei achterlichen Winden und Wellen folgte, auf dem wir uns mit Ruben ein Fotoduell auf schwankenden Decks lieferten, das er dank besserer Ausrüstung eindeutig gewann (siehe Fotos).

Die Segel sind nun beim lokalen Segelmacher, und wir werden von hier aus einmal einige Tage die Insel erkunden.

Links

SY Lida (Ruben): http://www.sy-lida.de
SY Frigga (Thomas): http://www.frigga-live.de

Kategorie: Reise | Tags: Madeira Portugal

Seidlrally: Portugal / Madeira

Land: Portugal
Ort/Lokal: Porto Santo / An Bord der SY Sparrow
Marke: Zarco
Kommentar: Mittelmäßiges Lagerbier aus Madeira, wenn andere verfügbar sind wird es nicht mehr gekauft.

Kategorie: Seidlrally | Tags: Madeira Portugal

Noch sind wir in Europa

17.10.2009 - 30.10.2009

Nach Porto ging es in einem Zweitagesschlag weiter nach Cascais, einem reichen, sehr schönen Vorort Lissabons an der Mündung des Tejo. Unterwegs gab es grandiose Sonnenauf- und untergänge zu betrachten, dazwischen Sterne und Sonne, aber kaum Wind, wodurch wir endlich physisch und psychisch soweit waren, die Angel auszuwerfen. Prompt hatten wir auch unseren ersten Fisch gefangen, eine Makrele.

In Cascais liegen wir nun seit fast einer Woche und erledigen die letzten größeren Arbeiten, die vor den nächsten längeren Atlantik-Passagen notwendig sind. Da wären neben den üblichen Wartungsarbeiten beispielsweise das Großsegel vom Segelmacher ausbessern lassen, einen Wassermacher installieren, die Windsteueranlage reparieren, einen Cockpittisch basteln, einen Aussenbordmotor für das Dinghi besorgen, ...

Meist ist es sonnig und warm wie es sich für Ende Oktober gehöhrt, doch wenn einmal auf dem Atlantik der Sturm tobt merken wir es auch hier im Hafen, hinter dem Wellenbrecher, wenn die Wellen an ihm brechen und die Gischt vom Wind mit Böen bis Stärke 9 auf unser Boot geweht wird.

Besuch aus Wien in Cascais.

Lissabon wäre nun besucht und die Nutellaversorgung auch wieder für eine Weile sichergestellt, dank eigens eingeflogener Botinnen, die uns auch noch 10 kg Roggenmehl, eine Sachertorte, Hörbücher und anderes aus Wien mitbrachten.

Kategorie: Reise | Tags: Portugal

Westlichstes Westeuropa

08.10.2009 - 16.10.2009

Delfine leuchten im Dunkeln. Es wirkt geisterhaft, wenn sie durch das im Kielwasser aufgewühlte floureszierende Plankton jagen. Jede Nacht und fast jeden Tag wurden wir auf den letzten Etappen von Delfinschulen besucht, was insbesonders in den langen Nachtwachen eine willkommene Abwechslung ist. Durch klopfen auf unseren Rumpf lassen sie sich zu besonders hohen Sprüngen motivieren. Einmal wurde unser Klopfen sogar erwidert, indem ein Delfin mit seiner Schwanzflosse circa zehnmal auf die Wasseroberfläche schlug.

A Coruña

Torre de Hercules (links)

Nach Gijón ging es weiter nach A Coruña (spanisch: La Coruña). Wie so oft kamen wir in der zweiten Nachthälte an, doch diesmal war es ein wenig interessanter. Etwa drei Stunden vor dem Hafen verfestigte sich der seit Tagesanbruch vorhandene Nebel zu Regen, die Lichter an der Küste verschwanden zuerst, dann waren auch die kräftigsten Leuchtfeuer verdeckt, und wir steuerten allein auf das GPS vertrauend durch die Finsternis. Die letzte Stunde vor dem Anlegen saß ständig jemand am Radar um die Einfahrt auch wirklich zu treffen und auf dem Weg dorthin keine Schiffe zu rammen.

A Coruña selbst ist eine sehenswerte, relativ moderne Stadt, wo es aber auch den ältesten noch in Betrieb befindlichen, "über 2000 Jahre alten" römischen Leuchtturm, "erbaut 200 n.Chr." gibt, den Torre de Hercules. (Sagen nicht die gängigen Verschwörungstheorien, dass im Mittelalter ein paar Jahrhunderte übersprungen und nicht hinzugefügt wurden?)

Porto

Dann verließen wir Spanien, umrundeten das Kap Finisterre (das oft fälschlicherweise als westlichster Punkt des europäischen Festlands bezeichnet wird (den umrundeten wir erst später am Cabo da Roca), und fuhren in portugiesische Gewässer mit Ziel Porto ein. Das Kap Finisterre ist berüchtigt, da sich dort die Windstärke durch den Kapeffekt spürbar verstärkt. Auch wir hatten diesen bemerkt und mit den höchsten Wellen bisher zu tun. Uns wundert es also nicht, dass die Küste Costa da Morte heißt.

Obwohl man es vom Namen her vermuten könnte ist Porto kein besonders guter Hafen. Es liegt an der Mündung des Flusses Douro, dessen Mündung durch zahlreiche Felsen knapp unter der Wasserlinie, ständig wandernde Sandbänke und eine Strömung von bis zu 7 Knoten (Spring-Ebbstrom) eine Einfahrt mit eigenem Boot nicht ratsam erscheinen lassen.

Also liefen wir einen nahen Hafen, in unserem Fall die Marina im Raffineriehafen Leixões an, die 40 Busminuten von Porto entfernt liegt, sonst aber nicht viel Nenneswertes vorzuweisen hat, ausser vielleicht einem sehr schmutzigen Hafenbecken und viel zu kurzen Stegen.

Neben den üblichen Sehenswürdigkeiten (Kirchen, Museen, Burgen, schöne und hässliche Häuser und mehrere äusserst imposanten Brücken) bietet das am sehr steil ansteigenden Ufer des Douro gelegene Porto etwas, das man vom Namen her vermuten könnte: Portwein. Zahlreiche Portweinunternehmen haben am südlichen Flussufer in Vila Nova de Gaia ihre Keller, wo die Weine, nachdem sie nach einer ersten Überwinterung in den Anbaugebieten im flussaufwärts liegenden Douro-Tal hierher gebracht wurden, lagern und reifen.

Wir besuchten zwei Kellereien, zuerst Taylor's, dann Croft. Beide sehr britisch, beide mit sehr ähnlichen Führungen und Gratis-Proben. Ein Tipp für die nächste Besichtigung: Die Gratis-Proben, insbesonders des weißen Ports (langweilig...) dankend ablehnen und sich auf die um kleines Geld erhältlichen höherwertigen Weine konzentrieren, was wir, da wir keine Insulinspritzen dabei hatten, nur noch in eingeschränktem Maße konnten.

Kategorie: Reise | Tags: Portugal Spanien

Seidlrally: Portugal

Land: Portugal
Ort/Lokal: Porto / Restaurant Ora Viva
Marke: Super Bock
Kommentar: Ganz normales Lagerbier mit dämlichem Namen.

Kategorie: Seidlrally | Tags: Portugal
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Letzte Position

Whangarei Marina / Whangarei / New Zealand
31.01.2012 00:00:00
35°43,4'S 174°19,5'E

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